Trauer um einen Hund - Hilfreiches Wissen

Trauer um Hunde – Was Du darüber wissen solltest

Sobald wir aus der ersten Schockstarre über den Tod unseres Hundes erwachen und anfangen, die Situation bewusster und nicht wie in einem schlechten Traum wahrzunehmen, übermannen uns oft die Gefühle mit aller Gewalt und wir fragen uns, ob und wie wir die Trauer überwinden können.

Vermutlich geht es Dir ähnlich?

Intensität der Trauer – Oftmals mindestens so stark wie beim Verlust eines Menschen

Viele Menschen, die ihren Hund verloren haben, empfinden einen größeren  und tieferen Schmerz als beim Verlust eines (nahen) Verwandten oder guten Freundes.

Diese starken Gefühle sind für viele irritierend und manchmal werden sie als unangemessen empfunden, aber ich versichere Dir:

Die Intensität dieser Gefühle ist nicht unangemessen oder falsch! Du musst Dich dafür keinesfalls schämen oder ein schlechtes Gewissen gegenüber anderen (verstorbenen) Personen haben!

Dass der Tod unserer Kameraden uns so unglaublich stark mitnimmt, hat viele Gründe.

Zum einen ist es die Nähe und die viele Zeit, die wir mit unseren Lieben verbracht haben. Mit wohl keinem Menschen (außer vielleicht der Lebenspartnerin bzw. dem Lebenspartner) verbringen wir so viel Zeit und teilen so viele Momente und Rituale, wie mit unseren Hunden:

Die vielen Spaziergänge mehrmals am Tag, oftmals für Stunden.

Der Kühlschrank geht auf, die Fellnase sitzt plötzlich neben uns.

Man isst einen Joghurt und vom ersten Löffel an wartete unser Freund darauf, den Becher ausschlecken zu können.

Man räkelt sich nach dem Aufwachen das erste Mal im Bett und Hundi ist schon ganz aus dem Häuschen, weil es somit bald Frühstück gibt…

Dies sind nur wenige persönliche Beispiele meinerseits, aber jedes Herrchen und Frauchen teilt diese oder ähnliche Momente und so hat auch Dein Hund seine ganz individuellen Marotten und Eigenschaften, die Du im Laufe des Zusammenlebens lieben gelernt hast und schrecklich vermissen wirst.

Zum anderen unterscheidet sich auch die Intensität der Beziehung zu uns und unserem Hund gegenüber Freunden, Bekannten und Verwandten:

Für unsere Vierbeiner sind wir zu 100% verantwortlich, alles was sie haben sind WIR.

Sie verfolgen keine Ziele jenseits unserer Beziehung, sie sind nicht unabhängig und machen nicht „ihr eigenes Ding“.

Alles, was sie erleben und fühlen ist abhängig von UNS. Mehr Verantwortung für ein Lebewesen kann man nicht haben und die einzige Beziehung, die zwischen Menschen ähnlich gelagert ist, ist die zwischen Eltern und Kindern.

Nicht umsonst bezeichnen wir uns (ich zumindest) deshalb gelegentlich als „Hundemamas und –papas“ und das allein sagt eigentlich schon, warum der Verlust meist so furchtbar weh tut.

Trauer ist individuell – jeder Mensch trauert auf seine eigene Weise

Vielleicht fragst Du dich, wie Du am besten mit dem Verlust umgehen sollst damit der unsägliche Schmerz nachlässt?

Die einfache und manchmal enttäuschende Antwort darauf lautet: Es gibt keine Patentlösung, um mit Trauer umzugehen.

Wenn Du z.B. im Berufsleben eingespannt bist, kannst Du typischerweise nicht eben mal X Tage Urlaub nehmen, um die ersten Tage in Ruhe zu überwinden.

Vielleicht bist Du auch geradezu dankbar, dass Du dich mit Arbeit eindecken kannst, um abgelenkt zu sein um nicht stets an deinen felligen Freund erinnert zu werden.

Vielleicht ist es Dir möglich, deinen Alltagsablauf weitgehend so fortführen, weil noch ein oder gar mehrere andere Hunde im Haus sind, aber vielleicht auch nicht.

Vielleicht bist Du sehr religiös, anderweitig spirituell aufgeschlossen oder vielleicht bist Du auch ein Mensch der Wissenschaft und gibst daher nicht viel auf diesen „Glaubens-Hokuspokus“.

Wir Menschen, unsere Persönlichkeiten und unsere individuellen Situationen sind zu unterschiedlich, als dass es „den einen richtigen Weg“ geben könnte, der für alle gleichermaßen angemessen und passend ist.

Es ist daher nicht möglich, DIE eine „wahre“ Lösung für den Umgang mit der Trauer aufzuzeigen.

Was allerdings möglich ist, Dir zu zeigen welche Denkweisen, Ansichten, Rituale und welches Wissen (über sich selbst und ihren Hund) anderen Menschen dabei geholfen hat, Trost zu finden und so besser mit der Situation umzugehen.

Bevor wir uns diesen tröstlichen Aspekten zuwenden, macht es allerdings Sinn, ein wenig mehr über die Trauer zu erfahren – sozusagen aus wissenschaftlicher Sicht. Denn bei aller Individualität der Trauer gibt es doch ein weitgehend unkritisches Grundverständnis darüber, was Trauer auszeichnet.

Die Phasen der Trauer

Typisch im Trauerprozess ist ein Durchlaufen verschiedener Trauer-Phasen, die schwerpunktmäßig von unterschiedlichen Emotionen und körperlichen bzw. seelischen Reaktionen geprägt sind.

Die meisten Menschen durchlaufen diese Phasen zu irgendeinem Zeitpunkt, wobei kein wirklicher Konsens herrscht, wie lange eine jeweilige Phase andauert (auch dies ist individuell) oder wie intensiv sie ausfällt.

Auch ist es nicht so, dass die Phasen strikt der Reihe nach durchlaufen werden, sondern es sich vielmehr um einen wellenförmigen Prozess handelt, bei dem ein Zurückfallen in eine der vorhergehenden Phasen üblich ist.

Trauerphase 1 – Verleugnung und Nicht-Wahr-Haben wollen

Typische Gefühle in dieser Trauer-Phase sind Leere, Unwirklichkeit, Empfindungslosigkeit, Ohnmacht/Betäubung, Chaos und Starre.

Sie ist geprägt von Äußerungen wie „Das kann nicht sein“, „Ich bin verloren“, „Das ist alles nur ein schlechter Traum“ etc.

Auch körperlich-seelische Reaktionen lassen sich beobachten, beispielsweise ein veränderter Pulsschlag, Schweißausbrüche, Unruhe, Erbrechen, Desinteresse, Verwirrung und Kontaktverweigerung und motorische Unruhe.

Trauerphase 2 – Aufbrechende Emotionen

In dieser Phase sind Emotionen wie Angst, Traurigkeit, Wut, Ohnmacht und Schuldgefühle häufig präsent.

Typische Gedanke hierbei sind beispielsweise „Hätte ich besser aufgepasst“, „Die Ärzte sind Schuld“, „Hätte ich mehr für meinen Hund getan…“, „Es war doch so wunderbar gerade…“

Zu den möglichen körperlich-seelischen Reaktionen gehören u.a. Reizbarkeit, Depression, Herzrasen, Atemnot, Stimmungslabilität, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Desinteresse oder Apathie.

Trauerphase 3 – Suchen und Sich-Trennen

Einsamkeit, Verzweiflung, Unverständnis, Hilflosigkeit, aber auch Dankbarkeit und Freude fallen u.a. als typische Gefühle in die 3. Trauerphase.

Äußerungen wie „Ich suche ihn/sie überall“, „Ich glaube, meinen Hund bellen gehört zu haben“, „Darüber hätte sich mein Hund gefreut“ sind hier typisch und unterstreichen den Aspekt des „Kontakt-Suchens“ bis dann meist wieder Gedanken der Trennung aufkommen und das Bewusstsein über den Verlust eintritt.

Zu den typischen seelisch-körperlichen Reaktionen gehören intensive Träume, depressive Zustände, Suchverhalten, das Reden mit dem verstorbenen Hund und innere Zwiegespräche.

Trauerphase 4 – Neuer Welt- und Selbstbezug

Die 4. Phase kann als Phase des Aufbruchs bezeichnet werden und wird überwiegend von positiven Gefühlen wie Glück. Freude, Befreiung, Erleichterung, Dankbarkeit und Ruhe bestimmt.

Typisch sind hier Äußerungen wie „Ich bin froh, den Verlust meines Hundes verarbeitet zu haben“, „Ich kann mich endlich wieder auf andere Aspekte des Lebens konzentrieren“ oder „Mein Hund ist in Gedanken immer an meiner Seite“.

Dennoch bleibt der Körper bzw. die Seele weiterhin anfällig für negative Impulse und Rückschläge in Form einer labilen Stimmungslage, Überreaktion auf andere Arten von Verlust etc.

Trost als wichtiger Aspekt zur Bewältigung der Trauer

Trauer ist ein Anpassungsprozess, der im wesentlichen vom Faktor Zeit und deiner Bereitschaft abhängt, deine Situation durch eine andere Brille zu betrachten.

Bei dem einen verläuft dieser Prozess schneller und geradliniger, beim einem anderen braucht es länger und nach zwei Schritten nach vorne folgt einer zurück, wie  es oben im Kontext der Trauerphasen ja bereits erwähnt wurde.

Daher ist es wichtig „am Ball zu bleiben“ und Dich für tröstliche Sichtweisen zu öffnen und Dir diese immer mal wieder vor Augen zu führen.

Das bedeutet auch, dass  Du dir zum einen zugestehen musst, Trost finden zu dürfen und zum anderen ein wirkliches Bewusstsein dafür zu schaffen, in welchen Aspekten deiner Situation Trost liegen kann.

Du kannst beispielsweise deinen Fokus weg vom Verlust legen und stattdessen die euch gegebene, gemeinsame Zeit als Geschenk des Schicksals ansehen.

So wird aus einem verbitterten Blickwinkel über den Verlust (der übrigens unumgänglich ist) ein dankbarer und demütiger Blickwinkel, der Dir zeigen kann, wie privilegiert Du bist, einen Teil deines Lebens mit deinem Hund verbringen zu dürfen.

Es sind diese und viele andere Impulse, die verinnerlicht werden können, um eine „Heilung“ herbeizuführen und die Trauer besser zu überwinden, als wenn Du nur die Zeit für Dich arbeiten lässt.

Die Situation bleibt schwierig, natürlich! Aber ich versichere Dir, dass Du – egal wie niedergeschlagen Du dich gerade fühlst – mit der Situation zurecht kommen wirst, wenn Du dich für diese Arten der Denkweise öffnest.

Du bist stark – auch wenn Du dich gerade nicht so fühlst

Ich weiß, dass Dir im Moment vermutlich jede Zuversicht diesbezüglich fehlt. Ich möchte Dir allerdings einen weiteren Ausblick geben, den ich persönlich für tröstlich halte und der auch Dir hoffentlich dabei hilft, hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken.

Weil der Tod eine der natürlichsten Sachen und ein zentrales Konzept der Natur ist, haben wir Menschen im Laufe unserer Entwicklung mächtige Mechanismen entwickelt, um Tod, Trauer und Abschied emotional zu verarbeiten. Jede Generation vor uns betrauerte ihre Verluste, ebenso wie viele Tierarten auch – seit hunderttausenden von Jahren.

Die Fähigkeit mit Trauer umzugehen, ist also genetisch tief in unser verankert und auch neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass der Trauerprozess in 99% der Fälle ganz von selbst und natürlich abläuft – selbst bei traumatischen Ereignissen.

Wie kurz zuvor angedeutet, verläuft die Bewältigung dabei nicht linear und konstant, sondern viel eher wellenförmig.

Je nachdem, wie akut der Tod deines Hundes ist, wirst Du diese Mechanismen auch vielleicht schon bei Dir beobachtet haben: Trotz deines Verlustes gab es vermutlich bereits Situationen, in denen Du mal nicht pausenlos an deinen Hund gedacht hast.

Vielleicht sogar solche, in denen Du gelacht oder wenigstens geschmunzelt hast oder zumindest ausgelassen warst.

Das ist gut und wunderbar so und du brauchst kein schlechtes Gewissen deshalb zu haben!

Auf Momente der Trauer dürfen, können und sollen auch Momente der Freude und Ausgelassenheit folgen!

Du darfst auch jetzt mit Freunden lachen, die Wärme der Sonne genießen, persönliche Erfolge feiern oder was auch immer gerade ein Glücksgefühl in Dir auslöst!

Du bist nicht dazu verdammt, fortan in absoluter Traurigkeit zu leben, auch wenn Du dich vielleicht gerade so fühlst.

Es ist kein Verrat an Deinem Hund, wenn es Dir auch mal wieder richtig gut geht zwischendurch!

Im Gegenteil: Ich bin mir sicher, deine Fellnase wünscht sich gerade nichts mehr für Dich, als dass Du wieder glücklich bist und mit Dankbarkeit an ihn denkst!

Alles, was an Emotionen in deiner Situation in Dir hochkommt, ist eine absolut natürliche Reaktion deiner Psyche – im Guten, wie im Schlechten. Wehre dich nicht dagegen, sondern akzeptiere dieses (anfänglich intensive) Wechselspiel der Gefühle sozusagen als „Vorsehung“ von Mutter Natur.

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  • Daniela Jun 25, 2020, 8:28 am

    Unsere Nala ist vor 6 Wochen gestorben und ich komme jeden Tag hierher. Einerseits ist es beruhigend zu wissen, daß man nicht alleine ist und es vielen anderen auch so geht. Andererseits macht es mir manchmal Angst, wenn ich lese, wie schlecht es den Hundemenschen auch nach längerer Zeit noch geht, weil ich ehrlich nicht weiß, ob meine Kraft so lange ausreicht. Die letzten 6 Woche waren die schlimmsten meines Lebens und ich habe nicht das Gefühl, daß es besser wird. Nala fehlt mir so schrecklich, ich vermisse sie so sehr, daß es weh tut.

    • Isabella Jul 22, 2020, 10:28 pm

      Liebe Daniela, meine Viby ist vor einer Woche gestorben. Ein Schmerz, den ich kaum ertrage. Ich fühle mit Dir und bin froh, dass ich nicht allein damit bin….Alles Liebe Dir!

      • Daniela Jul 23, 2020, 5:34 am

        Hallo Isabella,
        es sind nun 10 Wochen ohne Nala und es ist noch nicht wirklich einfacher.
        Ich wünsche Dir viel Kraft!
        Daniela

  • Susanne Jun 24, 2020, 4:27 pm

    Hallo,
    ich habe diese Seite gefunden in der großen Verzweifelung, irgendwie mit dem plötzlichen Tod meines Seelenhundes Quendy zurechtzukommen oder besser gesagt, die nächsten Tage irgendwie zu bewältigen. Fast 10 Jahre war sie das größte Geschenk meines Lebens und hat mir auch in den dunkelsten Momenten Liebe und Freude geschenkt. Mein Mann und ich haben alles für sie getan und immer wahnsinnig auf sie aufgepasst und ihr das schönste Leben bescherrt. Vorgestern ist die von einem herabstürzenden riesigen Ast aus großer Höhe erschlagen worden (bei absoluter Windstille). Wir gingen ein kleines Stück vor ihr und ich konnte sie nur noch rufen, aber sie blieb stehen und bellte nach oben. Dieses Gefühl der Ohnmacht und des Grauens geht nicht weg. Erst hoffte ich noch, dass der Ast sie knapp verfehlt oder sie wegspringt. Warum habe ich es nicht geschafft, noch hinzustürzen, um sie zu retten? Warum hatte ich sie abgeleint? Auch wenn all diese Fragen keinen Sinn mehr machen, quälen sie mich unendlich. Ich glaube und hoffe, dass sie sofort tot war. Sie hat nicht einmal einen Laut von sich gegeben und der dicke Teil des Astes ist genau auf ihr Genick geschlagen. Ich werde diese Bilder nicht mehr los. Ich höre mich nur schreien und kann nicht aufhören zu weinen. Sie liegt jetzt im Garten begraben, aber ich bin wie paralysiert. Wir haben in den letzten Jahren schon so viele Schicksalschläge verkraften müssen und diese kleine Maus, meine Quendy, war meine tägliche Freude. Das hat sie nicht verdient, so ein brutales Ende. Und wir auch nicht. Ich weiß, es gibt noch Schlimmeres, aber für mich ist es gerade das Schlimmste der Welt. Sie war wie mein Baby, da ich keine Kinder habe, und es ist, als hätte man mir ein Stück von mir herausgerissen.
    Susanne

    • Renate Jun 24, 2020, 9:22 pm

      Liebe Susanne,
      es ist zutiefst erschütternd zu lesen, w a s Euch passiert ist!
      Ich finde, es gibt eigentlich kein Wort für d i e s e s schreckliche Geschehen….
      Meine ganz große Anteilnahme und mein Beileid zum Tod von Quendy.
      Zwangsläufig vergleicht „man“ vermutlich mit dem eigenen Schicksalsschlag, dem eigenen Verlust des Seelenhundes, des vierbeinigen Familienmitglieds.
      Ich kann Dir soooo gut nachfühlen, w i e es Dir/Euch zumute ist!
      Und die Frage taucht auf, w i e soll man weiterleben, nach s o einem Ereignis?
      Ganz ehrlich – mit fällt kein Wort des Trostes ein….
      Und das WARUM steht unbegreiflich im Raum.
      Ich kann Dir /Euch nur von Herzen wünschen, dass Ihr die Kraft bekommt, mit diesem schweren Schicksalsschlag weiter zu leben!
      Einen „Sinn“ kann „man“, bzw. ich nicht finden – so wie vielleicht in manch anderem (Hunde) Leben, bei dem das Alter, die Krankheiten eine „Erklärung“ zumindest andeutungsweise finden können.
      Ich hadere zwar auch „noch immer“ – und vermutlich bis an mein Lebensende – mit dem Schicksal, bzw. der Frage, warum bei uns (in der größten Not-Situation Sonntagmorgen um drei Uhr) eine völlig unerfahrene TÄ (von der Tierrettung) gekommen ist – und dementsprechend mit der weiteren Frage, ob Robby (verst. 08.12.2019) vielleicht hätte gerettet werden können, wenn eine andere/ein anderer TÄ/TA zu uns gekommen wäre??????
      D i e s e Frage wird für immer unbeantwortet bleiben – so wie bei Eurem tragischen Schicksal sicherlich auch das ewig ungeklärte w a r u m ???
      Viel Kraft und liebe Menschen an Eurer Seite, die Euch (er)tragen helfen!
      Herzliche, aber traurige Grüße
      Renate (mit Robby im Herzen)

      • Susanne Jun 24, 2020, 9:49 pm

        Liebe Renate,
        vielen Dank für Deine Worte. Im Moment laufe ich nur wie paralysiert durch die Gegend und fürchte auch, dass mich diese Ohnmacht und Fassungslosigkeit sehr lange begleiten wird. Dir auch aufrichtige Anteilnahme und Kraft, um die schönen Erinnerungen an Robby irgendwann präsenter zu haben als dieses grausame Ende.
        Susanne mit Quendy im Herzen

        • Renate Jun 25, 2020, 10:08 pm

          ….auch Dir, liebe Susanne herzlichen Dank für Deine lieben Worte!
          Ich für mich, kann leider nur feststellen, dass (mir) nichts wirklich „hilft“….
          Ich habe mir mehrere Bücher gekauft zum „Thema“ Abschied von den Fellnasen und hab „sie“ regelrecht verschlungen – momentan hab ich mich zwar schon verstanden gefühlt, aber es hält leider nicht an.
          Dann kommen „sie“ wieder, die Zweifel, die Schuldgefühle, die Fragen, ob alles „richtig“ war????
          Wollen „wir“ alle „hier“ – die wir in diesem Schmerz vereint sind, hoffen dass es irgendwann „anders“ wird, dass der große Schmerz sich verwandelt in liebevolle Erinnerungen….
          „Hier“ fühle ich mich „angenommen“ in meinem großen Leid – das „Umfeld“ kann oftmals nicht so ganz verstehen, dass einem die Trauer so sehr gefangen hält. Leider….
          Traurige, mitfühlende Grüße von mir
          Renate

    • Kerstin Jun 24, 2020, 10:29 pm

      Liebe Susanne!

      Ich lese hier was dir und deinem Hund schreckliches passiert ist !
      Ich kann deine Fragen verstehen warum, – wieso …?!
      Das arme Hundemädchen:-(
      Wenn man liest was du schreibst, könnte man weinen..
      Es tut mir so leid für dich und deine Familie!
      Ich wünsche dir ganz viel Kraft das irgendwie zu verarbeiten, wie soll man sowas verarbeiten?:-(
      Einfach nur schrecklich!

      Deine Kerstin

      • Susanne Jun 25, 2020, 10:20 pm

        Lieben Dank, Kerstin. Es hilft ein kleines Bisschen, dass hier „Hundemenschen“ sind, die diesen unendlichen Schmerz nachvollziehen können. Ich versuche mir zu sagen, dass meine Trauer so schrecklich groß ist wie meine Liebe zu diesem ganz besonderen Wesen, das mich viele Jahr so glücklich gemacht hat. Das Furchtbare ist aber, dass ich das Gefühl habe, dass ich NIE WIEDER so glücklich sein werden kann. In tiefer Verbundenheit
        Deine Susanne

    • Isabella Jul 22, 2020, 10:32 pm

      Liebe Susanne, ich verstehe Deinen Schmerz. Mir geht es auch so. Du beschreibst mein Gefühl ganz genau. Meine Viby war die grösste Liebe meines Lebens. Wir waren EINS. Alles Liebe Dir!

  • Laura Okt 13, 2019, 11:16 am

    Hallo Leute,

    gestern ist meine 15 Jahre alte Dackelhündin Insa von mir gegangen. Sie wurde am Dienstag von einem Pitbull angegriffen. Er hatte nach meiner Maus noch einen Jack Russel namens Jack angefallen, der nur wenige Stunden später am hohen Blutverlust starb. Meine Maus hätte es eigentlich geschafft, sie war auf dem Weg der Besserung, zwar schleppend, aber das war okay. Gestern Morgen ist ihr dann allerdings ein Bluterguss geplatzt und das Blut lief in ihre Lunge. Der Notdienst kam dann morgens um 5 noch her und hat sie untersucht. Er sagte, man könne nichts mehr tun, es sei zu viel Blut und Wasser in der Lunge. Hätten wir nicht gehandelt, wäre sie erstickt. Er hat ihr dann eine Spritze gegeben, war ganz lieb zu ihr und nach ein paar Minuten war all ihr Leid vorbei.
    Die Besitzer des Jack Russels und ich, sowie meine Eltern haben uns nun darauf geeinigt, dass Jesus Insa abgeholt hat, mit ihr über die Regenbogenbrücke gegangen ist, auf dessen anderen Seite Jack schon gewartet hat.
    Ich weiß, dass es den beiden da oben nun gut geht. Sie sitzen bei Gott auf dem Schoß und werden gekrault und kriegen Leckerlis. Und mein Herz hüpft, wenn ich daran denke. Mir fällt wirklich ein Lächeln auf die Lippen, wenn ich mir das so vorstelle. Ich gönne ihr diesen Frieden im Himmel. Ich kann es auch kaum erwarten, bis ich da bin.
    Allerdings wiegt die Trauer bei mir auch sehr schwer. Weine teilweise non-stop, ich kann mir das alles nicht mehr ohne sie vorstellen. Es ist unfassbar schmerzhaft. Gerade, weil dieser Vorfall so sinnlos war. Sie hätte leben können, gäbe es nicht immer wieder Menschen, die nicht wissen, wie man Hunde erzieht. Dieser Vorfall sollte dazu aufrütteln, dass es genauer geprüft werden muss, wer einen Hund halten darf und wer nicht. Genauso dürfen Hunde bzw. allgemein Tiere nicht als Gegenstand bezeichnet werden. Ein großes Pfui an die Ach so tolle Bundesrepublik Deutschland!
    Nichts und niemand wird mir meinen Dackel zurück bringen…dieser Gedanke ist schlimm und auch, wenn meine Worte klar wirken, ich habe das Gefühl, als wenn ich keine Worte hätte.
    Ich danke euch fürs Lesen und danke ebenso den Machern dieser Seite. Hut ab!
    Insa, ich L I E B E dich.

    Laura

  • Barbara Aug 3, 2019, 10:50 pm

    Ich fühle mich so schuldig, ich habe heute meinen 18 Jahre alten Räuber einschläfern lassen. Habe ihn mit der Flasche groß gezogen er war erst paar Tage alt, als ich ihn auf der Straße gefunden habe, er hatte die Augen noch zu. Es war mein Baby. Und nun lässt mich dieses unerträgliche Gefühl nich los, ich habe ihn getötet. Ich war so unsicher, war so unendlich unsicher. Aber mein Mann sagte schon seit Wochen, dass Sam leidet. Das er Schmerzen hat. Ich habe mich selbst in Frage gestellt, weil ich es nicht sehen wollte ? War es wahr ? Oder nicht ? Hat mein Mann recht gehabt? War ich zu egoistisch, wollte ich es nicht sehen ? Bin so verzweifelt.

  • Yasmin Mai 17, 2019, 11:39 am

    Hallo,

    vielen Dank für deine hilfreichen, einfühlsamen Beiträge auf dieser Seite. Es ist die erste, die mir hilft. In meinem Fall ist es eine Katze, aber ich denke das macht keinen Unterschied, die Verbundenheit fühlt sich genauso an und ich habe einen sehr lieben und guten Freund verloren. Er hat mich fast 20 Jahre begleitet und damit mehr als die Hälfte meines Lebens, gerade die letzten Jahre waren intensiv, da ich alleine lebe. Mein Schatz wurde vor zwei Tagen eingeschläfert und ich quäle mich nun auch durch Trauer, Verlust und schlimme Schuldgefühle. Es ist tröstlich zu lesen, dass es andere Menschen da draußen gibt, die die selben Dinge durchmachen und ich damit nicht allein bin.

  • Marianne Apr 22, 2018, 9:35 am

    Hallo,
    Mein name ist marianne und ich möchte mich bei dir bedanken.
    Ich habe meine luna vor fast zwei jahren verloren und bin noch immer traurig. Ja, es dauert und ein klein wenig ist es schon besser geworden. Aber ich vermisse sie. Hatte meine luna 13 jahre. Ich hoffe sehr, dass der schmerz eines tages ganz weg geht. Dass was ein bischen hilft, sind die erinnerungen wie schön wir es hatten.

    Liebe Grüße
    Marianne Maier

    • Markus Apr 23, 2018, 8:12 am

      Hallo Marianne,

      danke für Deinen Kommentar und tut mir leid zu hören, dass Du deine Luna nach so langer Zeit verloren hast.

      Melde dich gerne per Mail oder hier in den Kommentaren , wenn Dir danach ist.
      LG,
      Markus

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