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Abschied vom Hund – Was sind wichtige emotionale Aspekte im Rahmen der Hundebestattung?

Wenn der unausweichliche Moment im Leben eines Hundebesitzers gekommen ist und der treue Vierbeiner diese Welt verlassen hat, steht unweigerlich die Frage nach der Bestattungsform im Raum.

Es empfiehlt sich klar, bereits im Vorfeld Gedanken diesbzgl. anzustellen, denn oftmals lässt die emotionale herausfordernde Situation im Anschluss an den Tod des Hundes eine differenzierte und vor allem überlegte Entscheidung nicht zu.

Dies gilt insbesondere dann, wenn der Tod des Hundes überraschend kommt und z.B. durch einen Unfall oder plötzlich ausbrechende gesundheitliche Probleme eine Einschläferung notwendig machen.

Gerade dann treffen viele Hundebesitzer aus der Extremsituationen heraus Entscheidungen, die im Nachgang bereut werden und die in einer geordneteren Situation anders gefällt worden wären.

Es geht in diesem Artikel weniger um die formalen Rahmenbedingungen einer Tierbestattung als um die emotionalen Aspekte. Einen guten Überblick über Reglementierungen, Gesetzeslagen nach Bundesländern etc. findest Du bei friedlichruhen.de, einer Seite, die sich auch dem Thema der Hundebestattung annimmt.

Welche emotionalen Aspekte sind bei der Bestattung eines Hundes zu berücksichtigen?

Zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass keinerlei Wertung mit den hier aufgezeigten Aspekten einhergeht. Jeder Mensch hat eine andere Einstellung zum Tod und eine Bestattungsform, die für den einen Menschen unangemessen wirkt, ist für einen anderen Menschen völlig in Ordnung oder schlicht die einzige Möglichkeit.

Auch ergeben sich aus den faktischen Lebensbedingungen unterschiedliche Optionen: Eine Bestattung im eigenen Garten ist eben nur dann möglich, wenn die persönliche Wohnsituation dies hergibt. Viele Stadtmenschen können von einer solchen Chance nur träumen.

Die typischen Bestattungsformen sind die Einäscherung, das besagte Begräbnis im eigenen Garten, die Beerdigung auf einem Tierfriedhof- oder -friedwald sowie der Weg über die Tierkörperbeseitigungsanstalt.

Jede dieser Möglichkeiten ist auf dem Spektrum der Emotionalität unterschiedlich angesiedelt, aber hat zweifelsohne ihre Existenzberechtigung.

Diese Fragen solltest Du Dir im Vorfeld stellen:

  • Welche faktischen Möglichkeiten habe ich? Wäre z.B. eine Bestattung im eigenen Garten möglich und wünschenswert?
  • Welche Symbolik messe ich der Bestattung bei? Glaube ich an ein Leben nach dem Tod und wirkt sich die Bestattungsform auf den Übergang dort hin aus?
  • Ist es mir wichtig, das Grab bzw. den Bestattungsort regelmäßig aufsuchen zu können? Gibt es im Umkreis überhaupt Möglichkeiten?
  • Welche Kosten kann ich stemmen? Auch dieser Faktor ist wichtig und wenn Deine persönliche finanzielle Situation Dein Wunschbegräbnis nicht hergibt, ist dies völlig legitim und kein Grund, dich dafür zu verurteilen
  • Gibt es möglicherweise einen symbolischen Akt, der für Dich anstelle der eigentlichen Beerdigung/Verwertung treten kann? Wenn beispielsweise aus Kostengründen der Weg über die Tierkörperbeseitigungsanstalt läuft (im übrigen der Standardweg beim Verbleib des Leichnams beim Tierarzt, sofern nicht anders vereinbart), so ist es dennoch möglich, ein Ritual zu zelebrieren, welches Deine Zuneigung und eurer Beziehung gerechter wird. Der Verwertung des Körpers über die Anstalt kommt dann nur noch ein physikalisch-sachlicher Aspekt zu.
  • Möchtest Du eine physische Erinnerung zurückbehalten? Bei der Einäscherung sind beispielsweise Mischformen dahingehend möglich, dass Dein Hund eingeäschert wird und Du die Asche mit nach Hause nehmen kannst oder diese aber gesammelt vom Krematorium auf einer Streuwiese verteilt wird. Auch hier kann die persönliche Beurteilung der „Wertigkeit“ hinsichtlich „verteilen lassen“ vs. „selbst verteilen“ völlig unterschiedlich ausfallen.

Am Ende kommt es natürlich immer darauf an, dass Du auch im Nachgang mit Deiner Entscheidung gut leben kannst und Du Dir keine Vorwürfe machst. Ein nachträgliches „Hätte ich doch nur…“ hinsichtlich der gewählten Bestattungsform kann den Kummer und das Leid nochmal zusätzlich verschlimmern.

Gerade in Situationen, in denen Deine Idealvorstellung von den faktisch gegebenen und realistischen Möglichkeiten abweicht, kann es helfen, den Weg und die Hintergründe Deiner Entscheidung schriftlich festzuhalten.

Dies setzt natürlich voraus, dass Du das Thema bereits im Vorfeld ernst nimmst und die damit verbundenen Überlegungen nicht erst anstellst, wenn es vielleicht schon zu spät ist und wohlüberlegte Gedanken nicht mehr zu fassen sind.

Insbesondere dann, wenn Du bei der Überlegung an die Bestattungsform ein Gefühl von Zwiespalt wahrnimmst, ist die Protokollierung der Gedankengänge von großer Bedeutung. Zu oft verschwimmen die jeweils vorherrschenden Gefühle, Rahmenbedingungen und Emotionen im Nachgang und wirst Dich dann vielleicht fragen: „Warum um Himmelswillen habe ich mich so entschieden? Heute würde ich es ganz anders machen…“

Auch wenn das Motto „Hinterher ist man immer klüger“ auch bei einem so wichtigen Thema sicherlich oft zutrifft, tust Du gut daran, dir im Nachgang nicht den Vorwurf der Leichtsinnigkeit machen zu müssen.

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